Das war "Menschenwürde Inn' Arbeit"
Soziale Unternehmen aus dem Blickwinkel von Studierenden
Gemeinsam mit Studierenden des MCI Soziale Arbeit widmeten sich arbeit plus Tirol Geschäftsführerin Melanie Spangler und Philipp Bechter 2025/26 drei Semester lang dem Thema "Menschenwürdige Arbeit".
Im praxisnahen Projekt besuchten die Studierenden arbeitsmarktintegrative Angebote in Tirol, warfen einen genauen und kritischen Blick darauf, was Soziale Unternehmen zu menschenwürdiger Arbeit beitragen und hinterfragten, ob uns wie Aktive Arbeitsmarktpolitik ein wesentlicher Schlüssel zur Umsetzung der Agenda 2030, zum Menschenrecht auf Arbeit oder zur Erreichung der SDGs sein kann.
Plakataktion, Passant:inneninterviews & Insta-Channel
Die Studierenden setzten sich mit ihrem Projekt für die vielfältigen Dimensionen menschenwürdiger Arbeit ein.
Am 23. April 2025 fand eine Plakataktion statt, mit der die Student:innen auf prekäre Arbeitsbedingungen und Themen wie etwa Burn Out-Gefahr aufmerksam machten. Passant:innen wurden zu diesen Themenkomplexen interviewt.
Auf einem eigens angelegten
> Instagram Kanal wurde laufend allerlei Wissenswertes rund um das Thema menschenwürdige Arbeit gepostet: so wurden etwa Doku- und Spielfilm-Tipps rund Arbeit & Würde geteilt, Statements von Expert:innen eingeholt, Updates zum Projekt vermittelt und das Event zum
"Tag der menschenwürdigen Arbeit"
beworben.

Veranstaltung Menschenwürde INN' Arbeit
Der 7. Oktober wurde von internationalen Gewerkschaftsverbänden als Tag der menschenwürdigen Arbeit ins Leben gerufen, um weltweit auf die Grundrechte von Arbeitnehmer:innen aufmerksam zu machen. Das Handlungsfeld erfährt durch zunehmende Prekarisierung, Digitalisierung sowie die Etablierung neuer Beschäftigungsformen, wie etwa der Plattformarbeit, an neuer Bedeutung.
Auch in Österreich lassen sich Arbeitsrealitäten beobachten, die sich arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen entziehen. Plattformarbeit - z.B. in Bereichen wie der Essenszustellung oder digitalen Dienstleistungen - stellt nicht nur bestehende sozialpartnerschaftliche Strukturen vor neue Herausforderungen sondern wirft auch grundlegende Fragen nach Fairness, sozialem Schutz und gesellschaftlicher Teilhabe auf.
Mit einer
Veranstaltung am 7.10.2025 an der MCI Innsbruck leisteten die
Studierenden des Bachelor Soziale Arbeit / MCI, Projektgruppe "Menschenwürde Inn' Arbeit" einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen, stärkten den öffentlichen Diskurs zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und gestalteten einen
Abend voller Perspektiven, Austausch und Haltung!
Was bleibt – und was weiterwirkt
"Menschenwürde INN' Arbeit" hat deutlich gemacht: Aktive Arbeitsmarktpolitik ist kein abstraktes System, sondern konkrete Praxis gesellschaftlicher Verantwortung. Umso wichtiger ist es, Studierende frühzeitig mit ihren Instrumenten, Wirkungsweisen und Werten vertraut zu machen. Wer die Zukunft von Sozialer Arbeit, Verwaltung oder Politik mitgestaltet, braucht ein fundiertes Verständnis dafür, wie Teilhabe am Arbeitsmarkt gesichert und Menschenwürde strukturell verankert werden kann. Die Verbindung von Hochschule und Praxis ist dabei kein Zusatz, sondern Voraussetzung für eine nachhaltige und gerechte Arbeitsmarktpolitik!
"Die Studierenden haben eindrucksvoll gezeigt, was menschenwürdige Arbeit bedeutet und warum sie für soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Zusammenhalt unverzichtbar ist," zieht Melanie Spangler, Projektlehrende und arbeit plus Tirol Geschäftsführerin Resümee.










