Arbeitsmarktsymposium „Strategie Arbeitsmarkt Tirol 2030 – Gemeinsam auf Kurs?“

23. Juni 2026

2. Arbeitsmarktsymposium

Am 22. Juni 2026 lud das Land Tirol gemeinsam mit dem AMS Tirol zum zweiten Arbeitsmarktsymposium Strategie Arbeitsmarkt Tirol 2030 – Gemeinsam auf Kurs? ins Landhaus Innsbruck. Vertreter:innen aus Politik, Sozialpartnerschaft, Arbeitsmarktinstitutionen und Beschäftigungsprojekten diskutierten aktuelle Entwicklungen am Tiroler Arbeitsmarkt sowie die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung der Arbeitsmarktstrategie 2030.


Arbeitslandesrätin Astrid Mair und AMS-Tirol-Landesgeschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger eröffneten die Veranstaltung. Einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen am österreichischen Arbeitsmarkt gab AMS-Vorständin Petra Draxl. Trotz vieler Herausforderungen zeigt sich der Tiroler Arbeitsmarkt weiterhin vergleichsweise stabil.


"Um den guten Status in Tirol zu halten, braucht es daher gute Vorgangsweisen und Vernetzung aller Agierenden – schlichtweg eine gute Strategie. Und die gibt es bei uns: die sehr lebendige Strategie für den Arbeitsmarkt 2030, die sich gerade in ihrer Halbzeit befindet. Wir sind dankbar für diesen Fahrplan für eine zukunftsfitte Arbeitswelt in Tirol und freuen uns auf die zweite Periode der Umsetzung und bedanken uns bei allen Beteiligten für sehr, sehr viel Einsatz von Zeit, Herz und Ressourcen", betonte AMS Tirol Landesgeschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen für eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik ist.


Im Mittelpunkt des Symposiums standen die Ergebnisse der Evaluierung der Strategie Arbeitsmarkt Tirol 2030, die von Beatrice Juen, Geschäftsführerin der Tiroler Arbeitsmarktförderungsgesellschaft, präsentiert wurden. Die Bilanz zeigte, dass zahlreiche Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt werden konnten und wichtige Beiträge zu Beschäftigung, Qualifizierung und Fachkräftesicherung leisten.


Besonders erfreulich aus Sicht von arbeit plus Tirol war die starke Beteiligung mehrerer Mitgliedsorganisationen an der Umsetzung der Strategie. So stellte Johannes Ungar von innovia das Projekt Job Navi vor. Als Mitgliedsorganisation von arbeit plus Tirol begleitet innovia Menschen mit Unterstützungsbedarf auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem inklusiven Arbeitsmarkt in Tirol. Die Präsentation zeigte eindrucksvoll, wie individuelle Begleitung, Orientierung und Vernetzung nachhaltige Arbeitsmarktintegration ermöglichen können.


Auch weitere Mitgliedsorganisationen von arbeit plus Tirol waren aktiv in die Veranstaltung eingebunden. Hannes Riedl von itworks präsentierte das Projekt Onboarding Tirol, das Menschen beim Einstieg in Beschäftigung unterstützt und Unternehmen bei der Integration neuer Mitarbeiter:innen begleitet. Darüber hinaus stellte Manfred Walder von AW+T die AMS-Kompetenzzentren am kaufmännischen Standort Innsbruck vor. Die Beiträge machten sichtbar, welchen wichtigen Beitrag Soziale Unternehmen und arbeitsmarktpolitische Träger zur Umsetzung der Tiroler Arbeitsmarktstrategie leisten.


Ergänzt wurden die Projektvorstellungen durch das NEBA Betriebsservice Tirol, das Unternehmen bei Fragen rund um Inklusion und Beschäftigung unterstützt.


In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten AMS-Vorständin Petra Draxl, Landesrätin Astrid Mair sowie Vertreter:innen von Arbeiterkammer, ÖGB und Wirtschaftskammer über Perspektiven und notwendige Schritte bis 2030. Einigkeit bestand darüber, dass die Herausforderungen am Arbeitsmarkt nur durch eine enge Zusammenarbeit aller Akteur:innen bewältigt werden können.


Für arbeit plus Tirol unterstreicht das Symposium die Bedeutung langfristiger Investitionen in aktive Arbeitsmarktpolitik. Gerade angesichts steigender Langzeitbeschäftigungslosigkeit und zunehmender Vermittlungshemmnisse braucht es auch künftig niederschwellige Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Beratungsangebote. Die Mitgliedsorganisationen von arbeit plus Tirol leisten hier einen wichtigen Beitrag, indem sie Menschen neue Perspektiven eröffnen und gleichzeitig Fachkräftepotenziale für den Arbeitsmarkt erschließen.


Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass die Strategie Arbeitsmarkt Tirol 2030 von einer breiten Partnerschaft getragen wird. Umso erfreulicher ist es, dass zahlreiche Mitgliedsorganisationen von arbeit plus Tirol aktiv an ihrer Umsetzung mitwirken und damit einen wichtigen Beitrag für eine inklusive und zukunftsfähige Arbeitswelt in Tirol leisten!