Bündnis gegen Armut und Wohnungsnot 2025

6. Dezember 2025

Jahresversammlung 2025 des Bündnisses gegen Armut und Wohnungslosigkeit Tirol

Ein intensiver Austausch – ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit

Am 4. Dezember 2025 lud das Bündnis gegen Armut und Wohnungslosigkeit Tirol, zu dessen Partner:innen auch arbeit plus Tirol zählt, zur Jahresversammlung in die Landesgeschäftsstelle des AMS Tirol. Zahlreiche Vertreter:innen aus sozialwirtschaftlichen Einrichtungen, Beratungsstellen, Interessenvertretungen und Initiativen folgten der Einladung. Was uns erwartete, war ein Nachmittag voller Information, Austausch und gemeinsamer Strategieentwicklung – mit klarer Botschaft: Armut darf nicht politisch verschärft werden!


Ein gemeinsamer Start – und ein Blick zurück

Der Nachmittag begann mit einem gemeinsamen Mittagsbuffet, das Raum für erste Gespräche bot. Im Anschluss blickte das Bündnis auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Ein Jahr, das von politischen Umbrüchen und angekündigten Kürzungen geprägt war – aber auch von starkem Zusammenhalt. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte das Bündnis mit Positionspapieren, Medienarbeit und fachlicher Vernetzung viel bewegen. Immer wieder wurde spürbar: Gemeinsam sind wir stärker – und hörbarer!


Kürzungen im Fokus: Was bedeutet Sparen auf Kosten der Ärmsten?

Besonders intensiv diskutiert wurden die zahlreichen sozialpolitischen Maßnahmen, die aktuell angekündigt oder bereits in Umsetzung sind. Themen wie BMS Neu, SGS und Entwicklungen rund um Mindestlöhne zeigten einmal mehr, wie schnell Menschen in prekären Lebenslagen ins Abseits gedrängt werden können. Die Präsentation der aktuellen Entwicklungen machte deutlich: Das soziale Netz wird dünner – und diejenigen, die es am dringendsten brauchen, geraten mehr und mehr in prekäre Lebenssituationen.


Fachlicher Input von Michael Hennermann

Ein zentraler Höhepunkt war der fachliche Beitrag von Michael Hennermann, einem der Geschäftsleiter:innen  des Vereins für Obdachlose, der die Auswirkungen der geplanten Änderungen auf armutsbetroffene und wohnungslose Menschen analysierte. Seine Ausführungen machten klar:

  • Kürzungen treffen nicht abstrakte Zahlen, sondern reale Menschen.
  • Sozialleistungen sind nicht „Kostenfaktoren“, sondern notwendige Absicherung.
  • Jede politische Entscheidung hat unmittelbare Folgen für Existenzen.

Sein Beitrag bot wertvolle Orientierung und lieferte Fakten für zukünftige Stellungnahmen und Forderungen des Bündnisses.


Strategien für 2026 – Austausch in Kleingruppen

Nach dem Input ging es in Kleingruppen weiter. Gemeinsam setzten wir uns u.a. mit folgenden Fragestellungen auseinander:

  • Wie können wir als Bündnis sichtbar bleiben?
  • Welche Forderungen müssen wir stärken?
  • Wo braucht es klare politische Positionierung?


Die Diskussionen waren lebendig, lösungsorientiert und geprägt von einem gemeinsamen Ziel: eine solidarische, soziale Tiroler Zukunft mitzugestalten!


Abschluss beim Buffet – und ein klarer Ausblick

Mit einem abschließenden Buffet klang die Jahresversammlung aus – mit vielen Gesprächen, neuen Kontakten und einem starken Gefühl von Zusammenhalt. Die Botschaft, die wir mitnehmen: Soziale Sicherheit ist kein Luxus. Sie ist Grundrecht!  Und dieses Grundrecht braucht starke Stimmen – die wir gemeinsam erheben.


Danke fürs Dabeisein – und fürs Weitermachen!

Wir bedanken uns bei den Veranstalter:innen und allen Teilnehmer:innen für das Engagement, den Austausch und die gemeinsame Arbeit. Das kommende Jahr wird große Herausforderungen mit sich bringen –  gemeinsam  werden wir uns ihnen stellen!