Menschenwürdige Arbeit im KI-Zeitalter
#madebymensch
Der 7. Oktober ist der Internationale Tag der menschenwürdigen Arbeit. Ein Tag, der daran erinnert, dass Arbeit mehr sein muss als Beschäftigung und Einkommen: Gute Arbeit braucht faire Bedingungen, soziale Sicherheit, Rechte und Mitbestimmung – und sie muss die Würde des Menschen achten. Doch was bedeutet menschenwürdige Arbeit in einer Arbeitswelt, die zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägt wird?
KI schreibt Texte, übersetzt, analysiert Daten, erstellt Bilder und übernimmt zunehmend Aufgaben, die noch vor wenigen Jahren ausschließlich Menschen erledigt haben. Das eröffnet neue Möglichkeiten – wirft aber auch Fragen auf: Wie verändert KI unsere Arbeit? Wer profitiert von diesen Veränderungen? Wie können Beschäftigte mitgestalten? Und was soll auch in Zukunft #madebymensch bleiben?
Menschenwürdige Arbeit ist mehr als ein Arbeitsplatz
Der Internationale Tag für menschenwürdige Arbeit rückt jedes Jahr am 7. Oktober die Frage ins Zentrum, unter welchen Bedingungen Menschen weltweit arbeiten. Menschenwürdige Arbeit bedeutet nicht nur, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben. Es geht um faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung, Chancengleichheit, Rechte und Mitbestimmung. Und es geht um die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten einzubringen, sich weiterzuentwickeln und durch Arbeit gesellschaftliche Teilhabe zu erfahren.
Die rasante Entwicklung von KI gibt diesen Fragen eine neue Aktualität. Technologie kann Arbeit erleichtern, neue Möglichkeiten eröffnen und Menschen unterstützen. Sie kann aber auch Tätigkeiten verändern oder ersetzen, Arbeitsprozesse stärker kontrollierbar machen und neue Ungleichheiten schaffen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: “Was kann KI?” Sondern: “Wie wollen wir KI für eine gute Arbeitswelt einsetzen?”
#madebymensch: Was macht Arbeit menschlich?
Genau hier setzen die Kolleg:innen von arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg heuer rund um den Tag der menschenwürdigen Arbeit mit #madebymensch an. Menschen in Sozialen Unternehmen werden gefragt, was für sie gute Arbeit bedeutet, wie sie KI erleben und wie ihre optimale Arbeitswelt aussieht. Und vor allem:
Was kann von deiner Arbeit nicht durch einen Roboter oder eine KI ersetzt werden?
Denn Arbeit besteht aus mehr als einzelnen Tätigkeiten, die sich automatisieren lassen. Zuhören, Vertrauen aufbauen, Verantwortung übernehmen, gemeinsam Lösungen finden, auf andere eingehen, Erfahrungen einbringen, improvisieren oder jemandem Mut machen – vieles davon entsteht erst in der Begegnung zwischen Menschen.
Gerade in Sozialen Unternehmen wird das jeden Tag sichtbar. Hier geht es nicht nur darum, was jemand arbeitet. Arbeit kann auch bedeuten, Fähigkeiten wieder zu entdecken, Neues zu lernen, Selbstvertrauen aufzubauen und wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu entwickeln.
KI kann auch helfen, Arbeit zu finden
Dabei geht es nicht darum, Mensch und KI gegeneinander auszuspielen. Richtig eingesetzt kann KI Menschen unterstützen – auch bei der Suche nach Arbeit. Genau damit beschäftigt sich das Lernmodul „KI & Jobsuche“ der digitalen Werkzeugkiste plus von arbeit plus NÖ. Es zeigt ganz praktisch, wie KI etwa dabei helfen kann, Stellenanzeigen besser zu verstehen, Bewerbungen vorzubereiten, Formulierungen zu finden oder sich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten.
Unser Grundsatz dabei: Die KI unterstützt – der Mensch entscheidet.
Wer weiß, wie KI funktioniert, wo sie hilfreich sein kann und wo ihre Grenzen liegen, kann sie selbstbestimmter einsetzen. Der Zugang zu digitalen Kompetenzen wird deshalb auch zu einer Frage der Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.
Denn eine menschenwürdige Arbeitswelt der Zukunft sollte nicht zwischen „Mensch oder Maschine“ entscheiden. Sie sollte Technologie dort einsetzen, wo sie Menschen unterstützt, Barrieren abbaut und Teilhabe ermöglicht – und gleichzeitig schützen, was Arbeit menschlich macht.
Was kannst nur du?
Von 8. bis 17. Oktober 2026 lädt arbeit plus – Soziale Unternehmen Salzburg auch auf Facebook und Instagram zum Mitmachen ein. Unter dem Hashtag #madebymensch steht eine einfache Frage im Mittelpunkt:
"Was kannst nur du?"
Bitte postet vom 8. bis 17.10.2026 Fotos von Tätigkeiten, die NUR IHR machen könnt und die nicht durch die KI ersetzt werden können.
Bitte Hashtag #madebymensch und arbeit plus Salzburg-taggen nicht vergessen!
Eine Frage, über die es sich gut anlässlich des Internationalen Tages der menschenwürdigen Arbeit nachdenken lässt! – Denn bei allen Diskussionen über Automatisierung, Produktivität und KI sollte eines nicht aus dem Blick geraten: Technologie verändert Arbeit. Wie menschenwürdig diese Arbeit ist, entscheiden immer noch wir!


