Sozialökonomische Betriebe am Tiroler Arbeitsmarkt

4. März 2026

Austausch mit LH-Stv. Wohlgemuth: Sozialökonomische Betriebe sind unverzichtbar für den Tiroler Arbeitsmarkt

Soziale Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag für einen inklusiven Arbeitsmarkt in Tirol. Über ihre Rolle, ihre Wirkung und ihre Bedeutung für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt tauschte sich Melanie Spangler, Geschäftsführerin von arbeit plus Tirol, am 4. März 2026 mit Landeshauptmann-Stellvertreter Wohlgemuth aus.


Im Zentrum des Gesprächs standen die sozialökonomischen Betriebe (SÖB), die in Tirol eine zentrale Säule arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen darstellen. Sie bieten befristete Arbeitsplätze für Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Herausforderungen – etwa längerer Arbeitslosigkeit, gesundheitlicher Einschränkungen oder schwieriger Lebenssituationen – am regulären Arbeitsmarkt nur schwer Fuß fassen können.


In sozialökonomischen Betrieben verbinden sich praktische Arbeit, Qualifizierung und sozialpädagogische Unterstützung. Teilnehmende sammeln Berufserfahrung, stärken ihre Kompetenzen und gewinnen neues Selbstvertrauen. Ziel ist es, ihnen den Weg zurück in den regulären Arbeitsmarkt zu erleichtern und nachhaltige berufliche Perspektiven zu eröffnen.


Auch LH-Stv. Wohlgemuth unterstrich beim Termin die Bedeutung dieser Angebote: "Sozialökonomische Betriebe sind ein unverzichtbarer Bestandteil am Tiroler Arbeitsmarkt. Sie schaffen Perspektiven, vermitteln Qualifikationen und fördern Selbstvertrauen. Jeder Arbeitsplatz in einem sozialökonomischen Betrieb ist daher mehr als nur Beschäftigung – er ist ein Schritt in Richtung Teilhabe und Eigenständigkeit. Jeder Euro, der hier investiert wird, ist ein guter Euro – menschlich und volkswirtschaftlich."


Für arbeit plus Tirol ist diese Anerkennung ein wichtiges Signal. Die Mitgliedsbetriebe leisten tagtäglich einen Beitrag dazu, Menschen neue Chancen zu eröffnen, soziale Teilhabe zu stärken und gleichzeitig hochwertige Dienstleistungen und Produkte zu erbringen – von Second-Hand-Angeboten über Reparatur- und Upcyclingprojekte bis hin zu Dienstleistungen im Umwelt- und Sozialbereich.


Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich, wie wichtig stabile arbeitsmarktpolitische Instrumente sind, die Menschen unterstützen und gleichzeitig gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Sozialökonomische Betriebe verbinden soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Tätigkeit und tragen dazu bei, dass mehr Menschen wieder am Arbeitsleben teilhaben können.



arbeit plus Tirol setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen weiterhin dafür ein, diese erfolgreiche Form der Arbeitsmarktintegration zu stärken und weiterzuentwickeln – für mehr Chancen, mehr Teilhabe und mehr gute Arbeit für alle.

 Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth, Land Tirol und Melanie Spangler, Geschäftsführerin arbeit plus Tirol vor der Tiroler, der österreichischen und europäischen Flagge.